Baby Timer

  • SSW = Schwangerschaftswoche
  • LT = Lebenstag
  • LW = Lebenswoche
  • LM = Lebensmonat
  • LJ = Lebensjahr
Feststellung der Schwangerschaft

Das Ausbleiben der Regelblutung könnte auf eine bestehende Schwangerschaft hinweisen.
Ein Schwangerschaftstest kann Klarheit schaffen. Tests zur Selbstanwendung sind erhältlich in der Apotheke oder Drogerie. Auch Frauenärztinnen/Frauenärzte sowie Hebammen (Geburtshelferinnen) bieten Tests zur Feststellung der Schwangerschaft an. Bei einem positiven Testergebnis können gleich weitere Untersuchungen vorgenohmen werden.        

Erstuntersuchung
Die Erstuntersuchung zur Feststellung der Schwangerschaft sollte möglichst frühzeitig erfolgen. Hier wird der voraussichtliche Geburtstermin errechnet und einige Untersuchungen durchgeführt, die über die gesundheitliche Situation von Mutter und Kind Auskunft geben.

Risikofaktoren vermeiden
Vermeiden Sie von Anfang an Risikofaktoren wie Rauchen, Alkohol, Drogen und bestimmte  Medikamente.

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Schwanger? Null Promille!

Krankenkasse kontaktieren

Informieren Sie sich über die Leistungen, die von Ihrer Krankenkasse getragen werden. In der gesetzlichen Krankenversicherung haben Sie die Möglichkeit, bestimmte Zusatzversicherungen abzuschließen.

Ein Schwangerschaftsnewsletter oder Informationsmaterial wie Broschüren oder Faltblätter bieten oft nützliche und hilfreiche Informationen für Schwangere und werdende Eltern.

Die BZgA sowie Frauenärzte im Netz bieten Schwangerschaftsnewsletter im gesundheitlichen Bereich für Mutter und Kind. Die BZgA bietet auch einen Newsletter für Väter an.

1. Vorsorgeuntersuchung

Die erste frauenärztliche Untersuchung umfasst neben den diagnostischen Maßnahmen auch die Erhebung der Krankengeschichte der Schwangeren und des werdenden Vaters sowie den bisherigen Schwangerschaftsverlauf. Zu den diagnostischen Maßnahmen zählen unter anderem die Blutdruckmessung, die Feststellung des Körpergewichts und die Urin- und Blutuntersuchung. Hat die Frauenärztin / der Frauenarzt einen normalen Schwangerschaftsverlauf festgestellt, können die Vorsorgeuntersuchungen bis auf die Ultraschalluntersuchungen auch von einer Hebamme durchgeführt werden.

Mutterpass
Bei der ersten Untersuchung stellt die Frauenärztin /der Frauenarzt oder die Hebamme den Mutterpass aus. Er enthält alle medizinisch relevanten Daten der Schwangerschaft und ermöglicht so im Notfall eine schnelle Hilfe. Daher sollten Sie den Mutterpass immer bei sich tragen.
Anhand des Mutterpasses können Sie auch sehen, welche Untersuchungen im Rahmen der Schwangerenvorsorge aufgrund der Mutterschaftsrichtlinien regelmäßig vorgesehen sind.

Zeitliche Abstände der Untersuchungen
In der Regel finden die Vorsorgeuntersuchungen alle 4 Wochen statt. Ab der 33. Schwangerschaftswoche sind dann alle 2 Wochen Vorsorgeuntersuchungen angezeigt und bei Überschreiten des errechneten Geburtstermins dann alle 2 Tage. Sollten Unregelmäßigkeiten, Beschwerden oder Komplikationen auftreten, können auch kürzere Abstände zwischen den Untersuchungen angezeigt sein.

Für alle Fragen rund um das Thema Schwangerschaft und Geburt stehen Ihnen die Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen in Bayern zur Verfügung.

Fragen, Unsicherheit, Ängste?
Gerade in der Anfangszeit der Schwangerschaft und vor allem beim ersten Kind tauchen bei vielen werdenden Eltern Fragen, Unsicherheiten oder Ängste auf, die sich auf verschiedene Bereiche wie Gesundheit, Finanzen (zum Beispiel Elterngeld) oder Rechte (beispielsweise am Arbeitsplatz) erstrecken können. Nicht selten treten mit einer Schwangerschaft aber auch psychosoziale Konflikte in den Vordergrund, wie Konflikte mit dem Partner, den eigenen Eltern oder möglicherweise ein eigener innerer Konflikt mit der Schwangerschaft.

Die Schwangerschaftsberatungsstellen bieten auch kurzfristige Termine sowie eine Online – Beratung an. Die Beratungen sind kostenlos und bleiben auf Wunsch anonym.

2. Vorsorgeuntersuchung

Die Vorsorgeuntersuchungen bis zur 12. Schwangerschaftswoche beinhalten neben den oben genannten diagnostischen Untersuchungen auch eine allgemeine Beratung und Informationen über Laboruntersuchungen. Die erste Ultraschalluntersuchung findet zwischen der 9. und 12. Schwangerschaftswoche statt.
 

3. Vorsorgeuntersuchung

Bei der 3. Vorsorgeuntersuchung findet neben den diagnostischen Untersuchungen auch eine Rötelnantikörperbestimmung statt.

Geburtsvorbereitungskurs

Ziel der Geburtsvorbereitungs-Kurse ist die Vermittlung grundlegenden Wissens über Schwangerschaft und Geburt sowie das Vertrautmachen mit hilfreichen Entspannungstechniken, die der Frau den Geburtsvorgang erleichtern sollen.

Kurse für Paare
Die Kurse richten sich an die Schwangere, es gibt aber auch Kurse für beide Elternteile. Hier erfahren auch die Väter viel Wissenswertes über die Schwangerschaft und Geburt, über die Veränderungen des weiblichen Körpers und darüber, wie sie selbst ihrer Partnerin während der Geburt eine hilfreiche Stütze sein können.

Bereits ab der 26. Schwangerschaftswoche ist es möglich, mit einem Geburtsvorbereitungskurs zu beginnen. Eine frühzeitige Anmeldung ist sinnvoll, da einige Kurse schnell ausgebucht sind.

Kostenübernahme durch die Krankenkasse
Regelmäßig übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten für einen Geburtsvorbereitungskurs nur für die Schwangere, nicht für den Vater. Bevor Sie sich zu einem Kurs anmelden, sollten Sie die Kostenübernahme mit Ihrer Krankenkasse abklären.

Vaterschaft anerkennen / Elterliche Sorgeerklärung

(bei nicht verheirateten Paaren und Alleinerziehenden)

Das elterliche Sorgerecht
Die elterliche Sorge umfasst die Sorge für die Person des Kindes und das Vermögen des Kindes.
§ 1626 BGB, elterliche Sorge

Wird eine verheiratete Frau schwanger, besitzen beide Ehepartner automatisch das elterliche Sorgerecht für das Kind. Nicht verheiratete Mütter besitzen zumindest bis zur Beantragung des gemeinsamen oder alleinigen Sorgerechts durch den Vater das alleinige Sorgerecht für ihr Kind.

Nicht miteinander verheiratete Eltern haben die Möglichkeit, schon vor der Geburt des Kindes z. B. beim Jugendamt Ihres Wohnorts zu erklären, dass sie die Sorge gemeinsam übernehmen wollen (Sorgeerklärung). Eine Sorgeerklärung kann auch jederzeit nach der Geburt eines Kindes abgegeben werden

Mit der am 19. Mai 2013 in Kraft getretenen Reform des Sorgerechts nicht miteinander verheirateter Eltern wurde den unverheirateten Vätern der Zugang zum Sorgerecht für ihre Kinder erleichtert. Eine Zustimmung der Mutter ist nicht mehr erforderlich. Entscheidend ist allein das Kindeswohl. Der Vater kann die Mitsorge in einem beschleunigten und ggf. vereinfachten Verfahren dann erlangen, wenn die Mutter sich zu dem Antrag nicht äußert oder lediglich Gründe vorträgt, die erkennbar nichts mit dem Kindeswohl zu tun haben, und dem Gericht auch sonst keine kindeswohlrelevanten Gründe bekannt sind.

Weitere Informationen

 

Vaterschaftsanerkennung

Der Vater eines Kindes, der mit der Mutter des Kindes nicht verheiratet ist, kann die Vaterschaft vor oder nach der Geburt anerkennen. Männer, die zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet sind, sind nach dem Gesetz Vater des Kindes.

Ausführliche Informationen zur Vaterschaftsanerkennung finden Sie hier:

 

Arbeitgeber informieren

Wenn Sie in einem Arbeitsverhältnis stehen, sollten Sie Ihren Arbeitgeber frühzeitig über Ihre Schwangerschaft informieren. Somit ist der Schutz am Arbeitsplatz, der Ihnen durch das Mutterschutzgesetz zusteht und Ihr Arbeitgeber gut auf Ihre bevorstehende Abwesenheit eingestellt. Vielleicht kann Ihr Arbeitgeber mit Ihnen zusammen besprechen,welche Möglichkeiten und Wünsche Sie für Ihre berufliche Zukunft haben.

Damit Sie eine Kinderbetreuung nach Ihren Wünschen und Vorstellungen finden ist es lohnenswert, sich schon jetzt zu informieren. Hilfe bei der Entscheidung, ob und wann Sie Ihr Kind in einer Kindertageseinrichtung betreuen lassen sollen, bieten die „Krippenleitlinien“ unter elternbriefe.bayern.de.

4. Vorsorgeuntersuchung

Neben den diagnostischen Untersuchungen findet die 2. Ultraschalluntersuchung statt (ab Beginn der 19. bis zum Ende der 22.Schwangerschaftswoche).

Hebamme für Entbindung suchen

Für Schwangere gibt es verschiedene Möglichkeiten: In einer Klinik (ambulant oder stationär), im Hebammenkreißsaal, im Geburtshaus oder eine Hausgeburt

Einschätzung der Hebamme bzw. der Frauenärztin / des Frauenarztes
Wenn keine Risikogeburt zu erwarten ist, kann jede Frau selbst entscheiden, wo sie ihr Kind gebären möchte. Gespräche mit der Hebamme oder der Frauenärztin / dem Frauenarzt sind ratsam, da diese die gesundheitliche Situation der Schwangeren kennen und sie beraten können. Weitere Informationen zur Wahl des Geburtsorts finden Sie hier.

Rückbildungskurs anmelden

Angeboten wird die Rückbildungsgymnastik von Hebammen sowie Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten. Manche Anbieter stellen während der Rückbildungsgymnastik eine Betreuung für die Neugeborenen zur Verfügung. Eine Anmeldung sollte möglichst frühzeitig, eventuell schon einige Wochen vor der Geburt, vorgenommen werden.

Kostenübernahme durch die Krankenkasse
Bei Rückbildungskursen, die von einer Hebamme, einer Physiotherapeutin oder einem Physiotherapeuten angeboten werden, übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten für bis zu zehn Stunden. Der Kurs muss jedoch bis zum vierten Monat nach der Geburt begonnen haben und bis zum neunten Monat nach der Geburt abgeschlossen sein.

Finanzielle Hilfen beantragen

Für Familien und Alleinerziehende gibt es verschiedene finanzielle Hilfen. Zum Teil können Sie diese frühzeitig beantragen. Leistungen wie Elterngeld oder Kindergeld können erst ab der Geburt des Kindes beantragt werden.

Finanzielle Hilfen wie Wohngeld, BAföG, Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe können unabhängig von der Geburt des Kindes beantragt werden.

Schwangere in Not können unter bestimmten Vorraussetzungen über die bayerische „Landesstiftung Hilfe für Mutter und Kind“ ergänzende finanzielle Leistungen erhalten. Der Antrag für die Hilfen der Landesstiftung muss vor der Geburt des Kindes bei den Beratungsstellen für Schwangerschaftsfragen in Bayern gestellt werden.

5. Vorsorgeuntersuchung

In der Vorsorgeuntersuchung findet neben den diagnostischen Maßnahmen eine Blutuntersuchung auf Antikörper statt. Zwischen der 24. und 28. SSW wird ein Schwangerschaftsdiabetes – Screening angeboten.

Krankenversicherung für das Kind

Schon vor der Geburt sollten Sie sich Gedanken über die Krankenversicherung Ihres Kindes machen.
Mit der Familienversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) können Ehepartner und Kinder unter bestimmten Umständen beitragsfrei mitversichert werden. Zum anspruchsberechtigten Personenkreis können Ehepartner, gleichgeschlechtliche Lebenspartner und Kinder (auch Stiefkinder, adoptierte Kinder und Pflegekinder) gehören. Bei der privaten Krankenversicherung muss für jede Person ein eigener Beitrag entrichtet werden.

 

Elternzeit nehmen (Antrag stellen)

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ihr Kind selbst betreuen und erziehen und mit dem Kind in einem gemeinsamen Haushalt leben, haben bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes einen Rechtsanspruch auf Elternzeit. Mit Zustimmung des Arbeitgebers können sie bis zu zwölf Monate der Elternzeit auf die Zeit zwischen dem dritten und dem achten Geburtstag des Kindes übertragen.

Sie können frei entscheiden, wer Elternzeit nimmt. Es ist auch möglich, dass beide Eltern Elternzeit nehmen. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch die Großeltern Elternzeit nehmen.

In der Elternzeit kann bis zu 30 Wochenstunden in Teilzeit gearbeitet werden. Verpflichtet sind Sie aber nicht, in dieser Zeit zu arbeiten.
Wer Elternzeit beanspruchen will, muss sie spätestens sieben Wochen vor Beginn schriftlich vom Arbeitgeber verlangen und gleichzeitig erklären, für welche Zeiten innerhalb von zwei Jahren Elternzeit genommen werden soll. Bei dringenden Gründen ist ausnahmsweise eine angemessene kürzere Frist möglich.

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, den Arbeitgeber schon früh über die geplante Elternzeit zu informieren.
Ausführliche Informationen finden Sie im Familien-Wegweiser des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:

Familien-Wegweiser Elternzeit
Informationen über das Elterngeld sowie einen Elterngeldrechner, mit dem Sie sich über die Leistungshöhe des Elterngeldes unverbindlich und kostenlos informieren können, gibt es auf der Seite des Zentrum Bayern Familie und Soziales.

 

6. Vorsorgeuntersuchung

In der Regel findet etwa in der 28. Schwangerschaftswoche die 6. Vorsorgeuntersuchung statt.

Beginn Geburtsvorbereitungskurse

Einige Geburtsvorbereitungskurse beginnen bereits in der 26. Schwangerschaftswoche. Eine regelmäßige Teilnahme ist auf jeden Fall sinnvoll.

Geburtsort besichtigen / Geburt anmelden

Sie können sich schon Geburtshäuser und/oder Krankenhäuser anschauen. Wenn Sie ein eines gefunden haben, in dem Sie sich gut aufgehoben fühlen, sollten Sie dort die Geburt anmelden. Die Anmeldung dient der organisatorischen Planung der Geburts- und Krankenhäuser. Sie ist nicht verbindlich. Möglicherweise können Sie sich dadurch das Ausfüllen umfangreicher Formulare direkt vor der Geburt ersparen. Näheres zur Wahl des Geburtsorts finden Sie hier.

Antrag Mutterschaftsgeld

Gesetzlich krankenversicherte Frauen, die bei Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf Krankengeld haben, erhalten in der Zeit des Mutterschutzes in der Regel Mutterschaftsgeld. Beantragt werden kann das Mutterschaftsgeld bei der eigenen Krankenkasse. In anderen Fällen ist das Bundesversicherungsamt zuständig.
Das Mutterschaftsgeld kann frühestens sieben Wochen vor dem mutmaßlichen Geburtstermin beantragt werden, da die diesbezügliche ärztliche Bescheinigung frühestens eine Woche vor Beginn der Schutzfrist von der Frauenärztin oder dem Frauenarzt ausgestellt werden darf.
Ausführliche Informationen zum Mutterschaftsgeld gibt es beim Familienwegweiser des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:
Familien-Wegweiser Mutterschaftsgeld  

Auch hier gibt es Informationen zum Mutterschaftsgeld:
Bundesversicherungsamt

Unterhaltsanspruch Kind

( Bei Alleinerziehenden)

Sollte zu diesem Zeitpunkt bereits feststehen, dass Sie Ihr Kind allein erziehen werden, können Sie sich schon jetzt über eventuell bestehende Unterhaltsansprüche informieren. Die Jugendämter informieren umfassend und unterstützen Sie bei Fragen zum Unterhalt.

Beistandschaft und Unterhaltsvorschuss durch das Jugendamt
Benötigen Sie Unterstützung bei der Feststellung der Vaterschaft und / oder bei der Klärung und gegebenenfalls Geltendmachung eventuell bestehender Unterhaltsansprüche (Unterhaltszahlungen), können Sie beim zuständigen Jugendamt Ihres Wohnbezirks eine Beistandschaft  beantragen. Der Beistand kann von jedem Elternteil beantragt werden, dem das alleinige Sorgerecht für das Kind zusteht oder zustünde, wenn das Kind bereits geboren wäre. Steht die elterliche Sorge für das Kind den Eltern gemeinsam zu, kann der Antrag von dem Elternteil gestellt werden, in dessen Obhut sich das Kind befindet.

Weitere Information

 

Grundsätzlich gilt: die Fremdbetreuung Ihres Kindes sollten Sie frühzeitig organisieren, und eventuell eine Alternative in Betracht ziehen. Es ist nicht immer einfach, den gewünschten Betreuungsplatz zu bekommen. Krippenplätze oder Betreuungsplätze bei Tagesmüttern können, je nach Region, bereits anderweitig vergeben oder reserviert sein.
Erkundigen Sie sich deshalb schon in der Schwangerschaft, und melden Sie Ihr Kind frühzeitig an.

7. Vorsorgeuntersuchung

Vom Beginn der 29. bis zum Ende der 32. Schwangerschaftswoche findet in der Regel die
3. Ultraschalluntersuchung statt. Die 7. Vorsorge-untersuchung wird durchgeführt.
 

Hebamme für nachgeburtliche Sorge

Kostenübernahme durch die Krankenversicherung

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten für die Hausbesuche der Hebamme in den ersten acht Lebenswochen des Kindes mit insgesamt bis zu 36 Hebammenkontakten Die ersten zehn bis zwanzig Kontakte finden in den ersten zehn Tagen statt, die darauffolgenden sechzehn Kontakte können bis zum Ende der achten Woche nach der Geburt in Anspruch genommen werden.
Treten Komplikationen wie beispielsweise Stillprobleme auf, zahlt die gesetzliche Krankenversicherung auch weitere Hausbesuche der Hebamme.
Privat Versicherte sollten mit Ihrer Krankenkasse den Leistungsumfang der Kostenübernahme für Hausbesuche der Hebamme abklären.

 Weitere Informationen zu den Aufgaben der Hebammen sowie über MAJA- und Familienhebammen gibt es hier.

Antrag auf Elternzeit beim Arbeitgeber

Spätestens sieben Wochen vor geplanter Elternzeit!

Die Anmeldefrist für die Inanspruchnahme der Elternzeit beträgt sieben Wochen. Sollte diese Frist nicht eingehalten werden, verschiebt sich der Beginn der Elternzeit entsprechend.  Mit der Anmeldung der Elternzeit müssen Sie sich festlegen, für welche Zeiträume innerhalb von zwei Jahren Sie die Elternzeit in Anspruch nehmen möchten.

Elternzeit für Väter
Für Väter gilt der besondere Kündigungsschutz frühestens acht Wochen vor Beginn der Elternzeit. Ausführliche Informationen finden Sie auch im Familienwegweiser Elternzeit.

Wichtig ist eine gute Versorgung und Betreuung nach der Geburt. Im Wochenbett sollten Mutter und Kind sich erholen, Kraft schöpfen und Zeit füreinander haben, damit eine sichere Mutter-Kind-Bindung gelingen kann. Stress sollte hier unbedingt vermieden werden.
Damit Sie als frischgebackene Eltern / Mutter Zeit haben, sich in Ihre neue Rolle einzufinden und Ihr Baby kennen zu lernen, brauchen Sie unter Umständen Hilfe im Haushalt. Oft übernimmt der Vater diese Aufgaben. Hat dieser aber keinen Urlaub oder sind Sie alleinerziehend, stellt sich die Frage nach einer Hilfskraft im Haushalt. Diese kümmert sich um das Essen, den Einkauf, die Wäsche und um viele andere Dinge, bis Sie sich erholt haben und diese Dinge selbst übernehmen können.
Gerade nach schwierigen Geburten oder Mehrlings- und Frühgeburten brauchen Mutter und Kind / Kinder viel Zeit und Ruhe. Hier ist eine Hilfe im Haushalt oft unverzichtbar.
Wenn keine in Ihrem Haushalt lebenden Personen oder sonstige Angehörige (evtl. auch Freunde) diese Aufgabe übernehmen können, haben Sie als gesetzlich Versicherte unter Umständen Anspruch auf Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse. Erkundigen Sie sich direkt bei Ihrer Krankenkasse.
Informationen über die Kostenübernahme von Haushaltshilfen gibt es hier.

Wenn Sie stillen möchten, können Sie sich schon vor der Geburt über Stillgruppen oder Stillberatungen in Ihrer Nähe informieren. Stillgruppen bieten Erfahrungsaustausch und die Möglichkeit, andere Mütter kennen zu lernen. Informationen über verschiedene Anbieter von Stillgruppen und Stillberatungen sowie über eventuell anfallende Kosten finden Sie auf  Stillen-Info.de. Hier erfahren Sie mehr rund um das Stillen.

8. Vorsorgeuntersuchung

Jetzt findet meist die 8. Vorsorgeuntersuchung statt.

Beginn Mutterschutz

6 Wochen vor der Geburt beginnt der Mutterschutz.

9. Vorsorgeuntersuchung

Die 9. Vorsorgeuntersuchung steht nun an.
Ab der 33. Schwangerschaftswoche sollen die Vorsorgeuntersuchungen alle 14 Tage durchgeführt werden.

10. Vorsorgeuntersuchung

Jetzt findet die 10. Vorsorgeuntersuchung statt.

Krabbelgruppen oder Spielgruppen eignen sich gut zur Kontaktknüpfung mit Gleichgesinnten.

Einige Spielgruppen fördern unter fachlicher Anleitung das Baby in seiner Entwicklung, zum Beispiel durch bestimmte Spielanregungen oder durch Anregungen der Motorik und der Sinne.

Spiel - oder Krabbelgruppen werden oft von Familienbildungsstätten, Mütter-Kind-Zentren oder Kirchengemeinden angeboten.

Informieren Sie sich über Krabbel- und Spielgruppen in Ihrer Nähe und melden Sie sich schon frühzeitig an.

11. Vorsorgeuntersuchung

Die 11. Vorsorgeuntersuchung findet statt. Ab jetzt sind Vorsorgeuntersuchungen alle 2 Tage erforderlich.

U1: Erste Früherkennunguntersuchung

Ob Sie im Geburtshaus, im Krankenhaus oder zu Hause entbinden:
Die medizinische Früherkennungsuntersuchung U1 (Vorsorgeuntersuchung) wird direkt nach der Geburt vorgenommen.

Je früher Krankheiten oder auffällige medizinische Werte erkannt werden, desto besser sind die Heilungschancen.
Deshalb ist es sehr wichtig, das Kind regelmäßig und termingerecht der Kinderärztin/dem Kinderarzt zu den Früherkennungsuntersuchungen vorzustellen.

Bei der U1 wird der Apgar-Test durchgeführt: Atmung, Puls, Muskelspannung, Hautfarbe und die Reaktion des Neugeborenen auf Außenreize werden untersucht. Es erfolgt die erste von insgesamt drei Gaben der Vitamin K-Prophylaxe. Vitamin K dient der Blutgerinnung und kann von Säuglingen noch nicht selbst gebildet werden.

Gelbes Untersuchungsheft

Die Ergebnisse der Früherkennungsuntersuchungen werden von der Ärztin / dem Arzt in das gelbe Untersuchungsheft eingetragen. Dieses Heft erhalten Sie schon nach der Entbindung im Krankenhaus oder beim Kinderarzt.

Die BZgA bietet ein Faltblatt zu den Untersuchungen U1-U9 in deutscher, türkischer und russischer Sprache an:

Am 3./4. Tag nach der Geburt nach Hause

War die Geburt unproblematisch und waren die medizinischen Befunde von Mutter und Kind in Ordnung, können beide am dritten oder vierten Tag nach der Geburt nach Hause gehen.
Damit zu Hause alles gut vorbereitet ist, sollte der Partner oder eine andere Person zuvor einkaufen und die Wohnung oder das Haus so herrichten, dass Mutter und Kind sich wohlfühlen und erholen können.

Wenn eine andere Hebamme als die bei der Geburt anwesende die Hausbesuche im Wochenbett übernimmt, sollten Sie diese schon kurz nach der Geburt informieren und einen Termin vereinbaren.
So kann die Hebamme vorab planen und sich auf die Hausbesuche einstellen.
 

U2: Zweite Früherkennungsuntersuchung

Die U2, die zweite Früherkennungsuntersuchung, findet bis zum 10. Lebenstag des Neugeborenen meist im Krankenhaus oder Geburtshaus statt.
Nach einer ambulanten Geburt oder Hausgeburt muss sie in einer kinderärztlichen Praxis durchgeführt werden. Hier sollte das Neugeborene spätestens gleich nach der Geburt angemeldet werden.

Inhalte der U2
Bei der U2 werden die Reflexe des Babys getestet, ein Stoffwechseltest durchgeführt und Organe, Knochen und Gelenke untersucht. Des Weiteren informiert der Kinderarzt / die Kinderärztin über die Gabe von Vitamin K, Vitamin D, Fluorid und über das Impfen.
Im Rahmen der U2 wird auch das erweiterte Neugeborenenscreening angeboten: Mithilfe dieses Tests, bei dem Blut entnommen wird, werden angeborene Stoffwechselerkrankungen und hormonelle Störungen erkannt. Der Test muss am zweiten oder dritten Lebenstag des Babys vorgenommen werden, er erfolgt also noch im Krankenhaus oder Geburtshaus im Rahmen der U2.
Bei der U2 haben die Eltern Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich zu informieren, um so möglichen Unsicherheiten oder Ängsten im Umgang mit dem Kind vorzubeugen.

Alle wichtigen Informationen zu den Früherkennungsuntersuchungen (Vorsorgeuntersuchungen) und zum Impfen von Kindern und Säuglingen und einen Erinnerungsservice für Vorsorge- und Impftermine finden Sie auf der Seite Kinder- und Jugendärzte im Netz.
 

Jetzt möglich: Behördengänge

Ausstellung Geburtsurkunde 
Die Geburt des Kindes muss dem Standesamt, in dessen Zuständigkeitsbereich es geboren wurde, binnen einer Woche angezeigt werden. (Nicht in dem Standesamt Ihres Wohnorts!)
Nach der Geburtsbeurkundung erhalten Sie automatisch Geburtsbescheinigungen für die Beantragung von Mutterschaftshilfe (Krankenkasse), Elterngeld und Kindergeld. Weitere Informationen gibt es im Familien-Wegweiser.

Anmeldung des Wohnsitzes des Kindes 
Die erforderliche Anmeldung des Kindes beim Einwohnermeldeamt des Wohnortes erfolgt in der Regel durch das Standesamt, das die Geburt beurkundet hat. Vergewissern Sie sich diesbezüglich beim Einwohnermeldeamt an Ihrem Wohnort.

Ausstellung Reisedokument
Wenn Sie Reisedokumente für Auslandsreisen benötigen, können Sie diese im Einwohnermeldeamt beantragen.

Arbeitgeber informieren

Die Geburt Ihres Kindes müssen Sie Ihrem Arbeitgeber / Ihrer Arbeitgeberin mitteilen – insbesondere im Hinblick auf die Berechnung der Mutterschutzfrist.

Nach der Entbindung beträgt die Mutterschutzfrist regulär acht Wochen und bei Mehrlings- und Frühgeburten zwölf Wochen. Sie verlängert sich gegebenenfalls zusätzlich um den Zeitraum der regulär vorgesehenen sechswöchigen Frist vor der Entbindung, der aufgrund der vorzeitigen Entbindung nicht in Anspruch genommen werden konnte

Lohnsteuer
Wenn Sie in einem Arbeitsverhältnis stehen und Ihr Arbeitgeber bereits das elektronische Lonsteuerabzugsverfahren nutzt, wird die Geburt Ihres Kindes nach ihrer Eintragung ins Melderegister automatisch für Ihren Lohnsteuerabzug berücksichtigt.

Krankenkasse informieren

Informieren Sie auch Ihre Krankenkasse und senden Sie dieser eine Ausfertigung der Geburtsbescheinigung (ausgestellt im Kranken- oder Geburtshaus) zu. Diese wird für die Fortzahlung des Mutterschaftsgeldes benötigt.

Krankenversicherung Kind
Wenn Sie gesetzlich krankenversichert sind und Ihr Kind kostenfrei familienversichern möchten, teilen Sie dies Ihrer Krankenkasse ebenfalls mit.  Wenn Sie nicht verheiratet sind und Ihr Kind über den Vater mitversichern lassen möchten, wird die Vaterschaftsanerkennung und die Kopie der Geburtsurkunde benötigt.


Antrag Kindergeld

Bei der Familienkasse der Agentur für Arbeit können Sie nun Kindergeld beantragen. Notwendig ist die für diesen Zweck ausgestellte Geburtsbescheinigung.
Alle wichtigen Informationen zum Kindergeld und dessen Beantragung finden Sie hier:
Arbeitsagentur.de

Antrag Elterngeld

Innerhalb von drei Monaten nach der Geburt des Kindes sollte das Elterngeld beantragt werden, da Elterngeld rückwirkend nur für die letzten drei Monate vor Beginn des Monats geleistet wird, in dem der Antrag auf Elterngeld eingegangen ist. Hier finden Sie die für Sie zuständige Elterngeldstelle.

Die für die Antragstellung notwendigen Unterlagen und weitere Informationen zum Elterngeld gibt es beim Zentrum Bayern Familie und Soziales. Hier gibt es auch den Online-Antrag.

Sollten Sie stillen und unsicher sein oder Fragen haben, wenden Sie sich an Ihre Hebamme. Gerade beim ersten Kind sind viele Frauen unsicher und haben meist Fragen wie etwa zum Trinkverhalten, zur Stillposition oder zur Menge der aufgenommenen Milch.

Mehr zum Stillen und weiterführende links finden Sie hier.


U3: Dritte Früherkennunguntersuchung

Diese findet in der vierten bis fünften Lebenswoche des Kindes statt. Es werden Größe, Gewicht sowie seine Bewegungs- und Reaktionsfähigkeit geprüft. Weiterhin werden sein Gehör, seine Fähigkeit, Laute zu bilden, seine Augenreaktionen und die Hüftgelenke überprüft. Nun erfolgt die letzte Gabe der Vitamin K-Prophylaxe.

Da gegen Ende des zweiten Lebensmonats des Kindes die ersten Impfungen  möglich sind, können Sie dies mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt besprechen und bereits jetzt einen Termin vereinbaren.
 

Die Familie muss sich nun erst einmal neu finden: Neben den schönen, glücklichen und stolzen Momenten der frischgebackenen Eltern können auch Phasen der Ratlosigkeit, Gefühle der Überforderung oder einfach Erschöpfung auftreten.

Rat und Hilfe holen ist jetzt sehr wichtig!
Die Hebamme ist in dieser Zeit meist die erste Ansprechpartnerin: sie kennt sich aus mit Säuglingen und mit den Gefühlen, Ängsten und Sorgen von Müttern im >Wochenbett<. Sie hat Ihre Familie bereits kennen gelernt und steht Ihnen sicher mit Rat und Unterstützung zur Seite.

Bei Bedarf vermittelt sie an Beratungsstellen, Ärzte oder Angebote für Familien, die weiterhelfen.
Sie können sich auch an den Kinderarzt/die Kinderärztin oder an die Schwangerschaftsberatungsstellen wenden.

Gynäkologische Nachuntersuchung

Wenn im Wochenbett keine Komplikationen aufgetreten sind und Sie auch beim Stillen keine weitere Unterstützung durch die Hebamme in Anspruch nehmen müssen, enden nun wahrscheinlich die regelmäßigen Besuche Ihrer Hebamme.

Ihre Frauenärztin/Ihr Frauenarzt wird Sie etwa acht Wochen nach der Geburt noch einmal gründlich gynäkologisch untersuchen.
 

Erste Impfungen beim Baby möglich

Die ständige Impfkommission empfiehlt verschiedene Impfungen für Säuglinge und (Klein-)Kinder.
Die erste Kombinationsimpfung kann ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat vom Kinderarzt oder der Kinderärztin vorgenommen werden.

Im Impfkalender des Robert-Koch-Instituts Berlin sehen Sie alle von der ständigen Impfkommission empfohlenen Impfungen auf einen Blick:
rki.de

Alle wichtigen Informationen zum Impfen von Kindern und Säuglingen, zu Früherkennungsuntersuchungen (Vorsorgeuntersuchungen) und einen Erinnerungsservice für Vorsorge- und Impftermine finden Sie auf der Seite Kinder- und Jugendärzte im Netz.   

Rückbildungsgymnastik

Mit der Rückbildungsgymnastik kann begonnen werden, wenn der Wochenfluss versiegt ist und keine Schmerzen mehr bestehen. Bei den meisten Frauen ist dies frühestens etwa sechs Wochen nach der Geburt der Fall.

Ende des Mutterschutzes

Die Zeit des Mutterschutzes endet regulär acht Wochen und bei Mehrlings- und Frühgeburten zwölf Wochen nach der Geburt. Sie verlängert sich gegebenenfalls zusätzlich um den Zeitraum der regulär vorgesehenen sechswöchigen Frist vor der Entbindung, der aufgrund der vorzeitigen Entbindung nicht in Anspruch genommen werden konnte
Einige Frauen steigen bereits jetzt wieder in die Berufswelt ein.

Auch für stillende Mütter gelten am Arbeitsplatz besondere Rechte.
§7 und §8 Mutterschutzgesetz (MuSchG) regeln die Arbeitsbedingungen für stillende Mütter.
Weitere Informationen zum Mutterschutzgesetz finden Sie hier: Familien-Wegweiser.de

U4: Vierte Früherkennungsuntersuchung

Im dritten bis vierten Lebensmonat des Babys steht eine weitere Früherkennungsuntersuchung an, die U4. Hier werden die Organe untersucht und die Beweglichkeit und Reaktionsfähigkeit des Säuglings beurteilt. Manche Kinder halten ihr Köpfchen kurze Zeit hoch und können Gegenstände mit den Augen verfolgen. Auch das babytypische Brabbeln und Glucksen beherrschen die meisten Babys in dem Alter schon gut. Wenn Ihr Kind bei der U2 nicht geimpft wurde, wird die Ärztin/der Arzt Sie jetzt informieren.

 

Frist für Antrag auf Elterngeld beachten

Wenn Sie Elterngeld in Anspruch nehmen möchten, sollten Sie den Antrag spätestens bis zum Ende des dritten Lebensmonat Ihres Kindes gestellt haben, da Elterngeld nur für die letzten drei Monate vor Beginn des Monats geleistet wird, in dem der Antrag auf Elterngeld eingegangen ist.
Die für Sie zuständige regionale Elterngeldstelle finden Sie hier:
zbfs.bayern.de

Die für die Antragstellung notwendigen Unterlagen und weitere Informationen zum Elterngeld gibt es beim Zentrum Bayern Familie und Soziales. Hier gibt es auch den online-Antrag.

Viele Eltern oder Mütter besuchen jetzt erste Krabbel- oder Spielgruppen mit Ihren Babys.

Einige Spielgruppen fördern unter fachlicher Anleitung das Baby in seiner Entwicklung, zum Beispiel durch bestimmte Spielanregungen oder durch Anregungen der Motorik und der Sinne.

Spiel - oder Krabbelgruppen werden oft von Familienbildungsstätten, Mütter-Kind-Zentren oder Kirchengemeinden angeboten.

U5: Fünfte Früherkennungsuntersuchung

Etwa im sechsten oder siebten Lebensmonat des Babys findet die U5 statt.
Es werden die Körperfunktionen und die Beweglichkeit Ihres Kindes untersucht. Wahrscheinlich ist Ihr Baby bereits in der Lage, seinen Oberkörper im Liegen halb aufzurichten und nach Dingen zu greifen.
Der Arzt oder die Ärztin wird auch das Hör- und Sehvermögen testen.

U6: Sechste Früherkennunguntersuchung

Neben den Untersuchungen der Körperfunktionen werden vor allem die motorischen Fähigkeiten Ihres Babys untersucht.
Die Ärztin oder der Arzt prüft, ob Ihr Kind schon alleine sitzen, also seine Körperspannung halten kann, und ob es sich vielleicht auch in den Stand hochziehen kann. Auch die sprachliche Entwicklung und sein allgemeines Verhalten werden beurteilt.

Antrag auf bayerisches Landeserziehungsgeld

In Bayern besteht die Möglichkeit, ein einkommensabhängiges Landeserziehungsgeld im Anschluss an den Bezug des Elterngeldes zu erhalten. Dies muss schriftlich beantragt werden. Der Antrag kann frühestens ab dem Beginn des neunten Lebensmonats des Kindes gestellt werden. Es wird rückwirkend nur für die letzten drei Lebensmonate vor dem Monat der Antragstellung geleistet. Für die Antragstellung benötigen Sie den Nachweis über die durchgeführte Früherkennungsuntersuchung U6, oder, bei Leistungsbeginn ab dem 25. Lebensmonat des Kindes den Nachweis über die U7.

Weitere Informationen zum Landeserziehungsgeld finden Sie auf der Internetseite des Zentrum Bayern Familie und Soziales.Dort gibt es auch ein Infoblatt.
 

Betreuungsgeld

Am 21.07.2015 hat das Bundesverfassungsgericht das Betreuungsgeldgesetz wegen fehlender Gesetzgebungskompetenz des Bundes für nichtig erklärt. Diese Entscheidung ist für Behörden und Gerichte bindend. Dies bedeutet, dass es für die Bewilligung des Bundesbetreuungsgeldes keine gesetzliche Grundlage mehr gibt.

Familien, die bereits Betreuungsgeld erhalten, können die Leistung weiter beziehen und müssen nichts zurückzahlen. Für sie gilt der sogenannte Bestandsschutz. Das heißt, dass sie das Betreuungsgeld auch für die gesamte Dauer der Bewilligung erhalten werden. Wird für das Kind eine öffentlich geförderte Betreuung in Anspruch genommen, besteht weiterhin die Verpflichtung, dies unverzüglich der zuständigen Regionalstelle mitzuteilen.

Die Bayerische Staatsregierung hat angekündigt, das Betreuungsgeld als eigene Landesleistung fortzuführen. Ein Landesbetreuungsgeldgesetz wird zeitnah auf den Weg gebracht.

Bei Fragen können Sie sich an das Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) wenden: Telefonnummer 0931 32090929 (Montag bis Freitag von 08:00 bis 12:00 Uhr)

Kinder vom vollendeten dritten Lebensjahr bis zur Einschulung haben nach SGB VIII einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Dieser Anspruch bezieht sich jedoch nicht auf einen bestimmten Kindergartenplatz in einer bestimmten Einrichtung.

Dennoch haben Sie grundsätzlich ein Wunsch- und Wahlrecht, das heißt Sie können aus den bestehenden Einrichtungen und Angeboten auswählen. Je nach Ihren Vorstellungen, Wünschen und Möglichkeiten, aber auch abhängig von der Region, in der Sie wohnen, sollten Sie sich schon frühzeitig um einen Kindergartenplatz bemühen. Sie können sich verschiedene Einrichtungen ansehen und vorab über Kindergärten informieren, die eine besondere Pädagogik ausüben, etwa Waldkindergärten, Montessorikindergärten, Bauernhof- und Waldorfkindergärten.

 

U7 (21.-24. Lebensmonat)
Neben der körperlichen Untersuchung steht nun besonders die geistige Entwicklung des Kindes im Vordergrund.
Ihr Kind kann bestimmt bereits „Zwei-Wort-Sätze“ bilden und einfache Aufforderungssätze verstehen.
Erster Besuch beim Zahnarzt

Die Zahnvorsorge im Kleinkindalter ist besonders wichtig.
Nun ist die erste zahnärztliche Zahnvorsorge vorgesehen. In diesem Alter sind die meisten Kinder ganz unvoreingenommen und neugierig auf den Zahnarzt/die Zahnärztin und die Vorgänge in der Zahnarztpraxis.
Durch regelmäßig wahrgenommene zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen im Kleinkindalter wird sich Ihr Kind wahrscheinlich an die Termine gewöhnen und keine Ängste aufbauen.


U7a (34. - 36. Lebensmonat)

Bei der U7a, die um den dritten Geburtstag des Kindes stattfinden sollte, werden neben den körperlichen Funktionen besonders das Sozialverhalten des Kindes und seine Sprachentwicklung beurteilt.
Weitere Früherkennungsuntersuchungen
Die nächste reguläre Vorsorgeuntersuchung findet um den vierten Geburtstag statt.
Eine weitere Vorsorgeuntersuchung steht um den fünften Geburtstag an.

Weiterführende Informationen:
Hier sehen Sie alle Vorsorgeuntersuchungen vom Säuglingsalter bis ins Schulalter im Überblick:
Kinderaerzte-im-netz.de

Die BZgA bietet ein Faltblatt und ein download zu den Untersuchungen U1-U9 in deutscher, türkischer und russischer Sprache an.
 

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Zusätzliche Informationen

Baby-Timer

Alle wichtigen Termine im Blick: Vom Beginn der Schwangerschaft bis zum dritten Lebensjahr Ihres Kindes. Zum Baby-Timer

pdf als Download

Elternbriefe

Infos zu den Elternbriefen www.elternbriefe.bayern.de