Feststellung der Schwangerschaft bis zur 15. Woche

 

Berechnung des Geburtstermins

Im Durchschnitt dauert eine Schwangerschaft 38 Wochen.
Da der Zeitpunkt der Befruchtung meist nicht genau bekannt ist, wird der zu erwartende Geburtstermin ab dem ersten Tag der letzen Regelblutung berechnet. Dadurch verlängert sich die Schwangerschaft rechnerisch um 14 Tage, d.h. auf insgesamt 40 Wochen. Der Embryo ist demnach etwa 14 Tage jünger als die jeweilige Schwangerschaftswoche.

Das heißt, wenn Sie beispielsweise beim ersten Ausbleiben Ihrer Regelblutung einen Schwangerschaftstest durchführen und dieser positiv ist, sind Sie rein rechnerische bereits in der 4. Schwangerschaftswoche!
Genauer bestimmen lässt sich das Alter des Embryos und damit der voraussichtliche Entbindungstermin durch Ultraschalluntersuchungen.

Ausführliche Informationen zur Schwangerschaftsdauer und die Möglichkeit, den voraussichtlichen Geburtstermin errechnen zu lassen finden Sie hier.

Schwangerschaftswoche 3

Die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter wird auch als Empfängnis bezeichnet.
In der Regel merken Frauen zu diesem Zeitpunkt noch keine körperlichen oder seelischen Veränderungen. Ein Schwangerschaftstest wäre zu einem so frühen Zeitpunkt noch negativ.

Um die 5. Schwangerschaftswoche

Wenn die Regelblutung ausbleibt, vermuten viele Frauen eine bestehende Schwangerschaft. Bei einigen Frauen sind in den vergangenen Wochen vielleicht schon erste Anzeichen aufgetreten wie Brustspannen, Stimmungsschwankungen aufgrund der hormonellen Umstellung des Körpers oder leichtes Ziehen oder Drücken im Unterleib. Auch Schwindel, Übelkeit und Erbrechen können auf eine Schwangerschaft hindeuten. Treten viele der genannten Symptome zusammen auf, ist eine Schwangerschaft sehr wahrscheinlich.

Dann sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden. Diesen gibt es rezeptfrei in Apotheken und Drogerien. Ein Test kann schon nach dem ersten Tag des Ausbleibens der Regelblutung eine Schwangerschaft anzeigen. Zeigt der Test ein positives Ergebnis, sollte unmittelbar die
Erstuntersuchung zur Feststellung der Schwangerschaft durch die Frauenärztin/den Frauenarzt oder Hebamme vereinbart werden.

Erstuntersuchung durch Frauenärztin/Frauenarzt oder Hebamme 

In der Erstuntersuchung wird die Schwangerschaft festgestellt, der voraussichtliche Geburtstermin errechnet und der Mutterpass ausgestellt.
Im Anschluss an die erste Untersuchung wird ein Termin für die 1.Vorsorgeuntersuchung vereinbart, der normalerweise ca. 4 Wochen nach der Erstuntersuchung stattfindet.
Das Ziel der Schwangerenvorsorge ist die Begleitung der Schwangeren in Ihrer normalen Schwangerschaft und die frühzeitige Erkennung von Risikoschwangerschaften und Risikogeburten.

Ihr Körper

Ihr gesamter Organismus vollbringt gerade Höchstleistungen. Ihr Blut stellt alle notwendigen Nährstoffe für das Wachstum des Embryos und für die Bildung der Plazenta (Mutterkuchen) bereit.
Die Gebärmutter wird stärker durchblutet und vergrößert sich. Die Brüste werden größer und können sehr empfindlich sein. Die hormonelle Umstellung des Körpers verursacht bei vielen Schwangeren Übelkeit, Müdigkeit und Stimmungsschwankungen. Dies hält in der Regel längstens bis zum 4. Schwangerschaftsmonat an. Dann hat sich der Hormonhaushalt meist eingespielt.

Wichtig: Sie haben nun einen erhöhten Vitamin- und Nährstoffbedarf.

Vor allem braucht Ihr Körper Folsäure, da diese wichtig für Zellteilungs- und Wachstumsprozesse ist.
Auch das Ungeborene benötigt für die Entwicklung des zentralen Nervensystems, des Gehirns und des Rückenmarks Folsäure.

Sie sollten eine gesunde Ernährung sicherstellen, um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Dazu gehören viel frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, am besten durch Mineralwasser ohne Kohlensäure.

Gemieden werden sollten Fertigprodukte, zuviel Zucker, gesüßte Getränke wie Limonaden, Cola und dergleichen. Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke (Energy-Drinks) sollten nur in Maßen getrunken werden.

Auf Alkohol, Nikotin, und illegale Drogensollte absolut verzichtet werden. Einige Medikamente können Sie auch in der Schwangerschaft einnehmen. Dies erfordert aber unbedingt eine Absprache mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt.

Ihr Baby

In der 5.-6. Woche ist der Embryo fest mit der Gebärmutter verbunden und wird über die Nabelschnur versorgt. Das Herz des Babys beginnt zu schlagen. Dies ist auf Ultraschallbildern schon deutlich zu erkennen.
Beim Baby entwickeln sich bereits die Organe. Kopf und Körperteil sind schon zu erkennen. Der Embryo misst etwa 5 Millimeter.

Um die 8. Schwangerschaftswoche

Meist liegt in der Zeit ab der neunten Schwangerschaftswoche die 1. Vorsorgeuntersuchung.
Diese umfasst neben den diagnostischen Maßnahmen auch die Erhebung der Krankengeschichte der Schwangeren und des werdenden Vaters sowie den bisherigen Schwangerschaftsverlauf.

Zu den diagnostischen Maßnahmen, die in jeder Untersuchung durchgeführt werden zählen unter anderem

  • die Blutdruckmessung
  • die Feststellung des Körpergewichts
  • die Urin- und Blutuntersuchung
  • die Kontrolle des Gebärmutterstandes

In einem späteren Stadium der Schwangerschaft werden auch die kindlichen Herzaktion sowie die Lage des Kindes kontrolliert.

Hat die Frauenärztin/der Frauenarzt oder die Hebamme einen normalen Schwangerschaftsverlauf festgestellt, können die Vorsorgeuntersuchungen bis auf die Ultraschalluntersuchungen auch von einer Hebamme durchgeführt werden. Bei Problemen muss jedoch eine Ärztin/ein Arzt konsultiert werden.

Ihr Körper

Die sogenannten Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit, Müdigkeit, Schwindel und Brustspannen sind bei den meisten Frauen nun vorhanden. Manche Frauen entwickeln eine Abneigung gegenüber bestimmten Speisen oder Gerüchen. Stimmungsschwankungen kommen in dieser Zeit häufig vor.

Ihr Baby

In der 8. Schwangerschaftswoche ist der Embryo ca. 10-15 Millimeter groß. Das Herz hat rechte und linke Herzkammern gebildet. Die meisten Organe sind angelegt und übernehmen teilweise ihre Funktionen. Anlagen für Arme und Beine entstehen. Erste Konturen eines Gesichts sind schon erkennbar.

Vom Embryo zum Fötus

Zu Beginn der Schwangerschaft wird das Ungeborene als Embryo bezeichnet.
Nach den ersten 10 Schwangerschaftswochen wird nicht mehr von einem Embryo, sondern von einem Fötus (oder Fetus) gesprochen.

Beim Fötus sind im Gegensatz zum Embryo Arme und Beine bereits gut ausgebildet und es sind Bewegungen zu erkennen. Auch die Haut des Fötus ist bereits gut entwickelt.

Um die 12. Schwangerschaftswoche

Etwa in der 12. Schwangerschaftswoche findet meist die 2. Vorsorgeuntersuchung statt. Meist wird dann auch die 1. Ultraschalluntersuchung ( vom Beginn der 9. bis zum Ende der 12. Schwangerschaftswoche) durchgeführt.

Das Risiko für eine Fehlgeburt ist gegen Ende des dritten Monats wesentlich geringer als in den Wochen zuvor. Wenn Sie vorher unsicher waren, müssen Sie sich nicht mehr sorgen und dürfen sich über die bestehende Schwangerschaft freuen.

Ihr Körper

Die meisten Schwangerschaftsbeschwerden verschwinden jetzt oder bessern sich deutlich. Für viele Schwangere stellt sich nun eine Zeit des Wohlbefindens ein. Vielleicht sieht man bei Ihnen schon ein wenig mehr Bauch. Kindsbewegungen sind aber noch nicht zu spüren, obschon sie per Ultraschall festzustellen sind.

Aufgrund der hormonellen Veränderungen und der erhöhten Blutmenge im Kreislauf sieht die Haut von Schwangeren oft glatt und rosig aus.
Hormonell bedingter Haarausfall ist von der 12. Schwangerschaftswoche an keine Seltenheit. Meist verschwindet er aber wieder nach wenigen Wochen.

Ihr Baby

Das Ungeborene ist in der zwölften Schwangerschaftswoche bereits ca. 5 Zentimeter groß und ca. 8 bis 20 Gramm schwer. Arme und Beine sind gut ausgebildet, ebenso die äußeren Geschlechtsorgane. Die Finger und Zehen bilden sich, die Ansätze sind schon zu erkennen. Es sind schon erste Bewegungen des Fötus erkennbar.