Video „Still Face Experiment“: Wie Babys auf bewegungslose Gesichter reagieren.

 

Wie stark kleine Kinder auf direkte Reaktionen und Blickkontakt angewiesen sind – besonders in den ersten drei Lebensjahren, in denen eine entscheidende Phase in der Hirnreifung abläuft – zeigt das Experiment mit dem eingefrorenen Gesicht (Still Face Experiment), das vom amerikanischen Entwicklungspsychologen und Harvard-Professor Dr. Edward Tronick an Babys und ihren Müttern durchgeführt wurde.

Auf einem Videos (das leider nur in englischer Sprache zur Verfügung steht) lässt sich deutlich erkennen, wie ein Baby auf das Fehlen von Mimik und persönlicher Ansprache reagiert und welche verzweifelten Versuche es unternimmt, um Aufmerksamkeit und Zuwendung zu erhalten. Folgen Sie diesem Link zum Video „Still Face Experience“.

Zunächst begegnet die Mutter ihrem Kind freundlich und zugewandt. Beide kommunizieren miteinander und erwidern die jeweilige Reaktion des anderen. Dann wendet sich die Mutter kurz ab und zeigt dem Kind anschließend für zwei Minuten ihr „eingefrorenes Gesicht“. Sie reagiert in keiner Weise auf die Bemühungen des Kindes, mit ihr in Kontakt zu kommen. Das Kind steigert sehr schnell seine Bemühungen, ihre Aufmerksamkeit zu erregen. Als dies nicht gelingt, wird es zunehmend misstrauisch, unruhig und ängstlich, dreht sich weg und weint schließlich verzweifelt. Erst als die Mutter wieder reagiert, beruhigt es sich und wird wieder fröhlich.

Ähnliches erleben Kinder von Eltern, die ständig auf ihr Smartphone schauen. Diese bekommen häufig die Bemühungen des Kindes zur Kontaktaufnahme gar nicht mit. Das Kind resigniert irgendwann und bemüht sich auch seinerseits nicht mehr um Kontakt. Auf diese Weise entsteht ein unsicheres Bindungsverhalten, das dem Kind sein Leben lang Schwierigkeiten bereiten kann. Untersuchungen mit Eltern in einer Spielplatzsituation haben gezeigt, dass z. B. in einer Zeitung blättern weniger stark ablenkt als die Beschäftigung mit dem Smartphone.

(Quelle: Bundesstiftung-Mutter-und-Kind.de/aktuelles/)

Mehr zum Thema Eltern-Kind-Bindung finden Sie auch auf schwanger-in-bayern.de.

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