Vater mit Kleinkind auf dem Arm.

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Grippeschutzimpfung für Risikokinder

07.12.2023

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen (BVKJ) weist aktuell darauf hin, dass Eltern Risikokinder ab einem Alter von einem halben Jahr gegen Grippe (Influenza) impfen lassen sollten. Dies empfiehlt auch die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI). Zeitlich sollte die Impfung im Oktober bis Mitte Dezember erfolgen. Doch laut BVKJ kann sie auch noch später sinnvoll sein, da die Influenza-Welle zum Jahreswechsel ihren Höhepunkt erreicht und zwischen Januar und März endet.

Zu den Risikokindern gehören unter anderem Kinder mit einer chronischen Erkrankung der Atemwege wie Asthma, mit einer Grunderkrankung des Herz-Kreislauf-Systems, der Leber, der Nieren, mit einer Zuckererkrankung, einer neurologischen Erkrankung oder einer Immunschwäche. Amerikanische Kinderärztinnen und Kinderärzte machen zudem darauf aufmerksam, dass stark übergewichtige Kinder ebenso zu grippebedingten Komplikationen neigen. Kinder unter fünf Jahren sind besonders von schwerwiegenden Komplikationen infolge einer Grippeerkrankung betroffen, wie zum Beispiel eine Lungenentzündung, eine Herzmuskelentzündung und eine Gehirnentzündung, die im schlimmsten Fall zum Tod führen können.

Influenzaviren verbreiten sich durch Tröpfcheninfektion. Durch den engen Kontakt in der Familie, gefolgt durch Gemeinschaftseinrichtungen, tragen Kinder entscheidend zur Verbreitung der Grippeviren bei. Zudem scheiden Kinder größere Virusmengen und über einen längeren Zeitraum (10 bis 15 Tage) als Erwachsene aus. Die Erkrankungsraten bei Kindern liegen bei 20 bis 30 Prozent.

Kinder unter 9 Jahren sollten zwei Impfstoffdosen im Abstand von vier Wochen verabreicht bekommen, wenn sie zum ersten Mal eine Grippeimpfung erhalten. Ansonsten ist jährlich eine einmalige Impfung ausreichend. Alternativ zur Spritze steht für Kinder und Jugendliche von 2 bis 17 Jahren ein Influenza-Impf-Nasenspray zur Verfügung, wenn das Kind unter Spritzenangst oder Gerinnungsstörungen leidet.

Für Kinder ab 6 Monaten mit bestimmten Erkrankungen gilt zudem derzeit eine Impfempfehlung für eine Auffrischimpfung gegen COVID-19. Diese sollte vorzugsweise ebenso in den Herbstmonaten erfolgen. Beide Impfungen können der STIKO zufolge auch kombiniert werden.