Was Sie tun können für eine gesunde Schwangerschaft

 

Eine unbeschwerte Schwangerschaft und ein gesundes und glückliches Kind – wer wünscht sich das nicht? Einige Dinge dazu haben Sie selbst in der Hand.

Gesund ernähren, ausreichend trinken

Eine abwechslungsreiche und vollwertige Ernährung deckt in der Regel den Nährstoffbedarf der Mutter und auch den des ungeborenen Kindes.


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Eine ausgewogene Ernährung bedeutet einen abwechslungsreichen Speiseplan. Das heißt neben vielen verschiedenen Obst-, Gemüse- und Getreidesorten, eher mäßig tierische Lebensmittel, wie z.B. Fleisch und wenig gesättigte Fette und Zucker. Sie sollten zudem ausreichend trinken. Empfohlen werden zwei Liter ungesüßte Flüssigkeiten, zum Beispiel Wasser oder Kräutertees. Seien Sie zurückhaltend mit koffeinhaltigen Getränken wie Kaffee, Tee, Cola oder Energy-Drinks. Zuviel davon kann Ihrem Kind schaden.

Produkte aus Vollkornmehl erhalten wesentlich mehr Nährstoffe als Nahrungsmittel aus Weißmehl. Sie sind deshalb gesünder und sättigen stärker. Vielleicht haben Sie Lust auch mal unbekanntere Gemüsesorten wie Pastinaken und Süßkartoffeln auszuprobieren? Diese eignen sich auch als gut verträgliche Anfangskost, wenn Ihr Kind später selbst zu essen anfängt.

Grundsätzlich ist es gut, wenn die Nahrungsmittel immer frisch zubereiten werden und nicht zu lange lagern, denn so verringert sich bei den meisten Gemüse- und Obstsorten der Nährstoffgehalt. Fertigprodukte sind nicht empfehlenswert, denn sie enthalten neben Geschmacksverstärkern und Konservierungsmittel häufig auch zu viel Zucker.

Es gibt eine Vielzahl an Ernährungsratgebern, die neben weiteren Informationsmöglichkeiten auch einfache und schnell zuzubereitende Rezepte liefern.
Hier eine Auswahl an Angeboten aus dem Internet:

Achten Sie auch darauf, dass Obst und Gemüse sowie Fleisch und Fisch immer gut abgewaschen werden. Das reduziert das Risiko von Krankheitserregern. Es gibt einige wenige Lebensmittel, die Sie in der Schwangerschaft meiden sollten. Hierzu zählt zum Beispiel Rohmilchkäse. Mehr zum Thema Ernährungsrisiken in der Schwangerschaft finden Sie hier.

Wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt einen Mangel oder eine Unterversorgung feststellt, wird er Ihnen ein Vitamin- oder Mineralstoffpräparat empfehlen. Es gibt Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, die speziell auf die Schwangerschaft abgestimmt sind. Ohne ärztliche Rücksprache sollten Sie jedoch keines dieser Mittel einnehmen.

Ein „No-go“ in der Schwangerschaft sind Alkohol, Nikotin und Drogen. Hier finden Sie mehr zu den Risikofaktoren in der Schwangerschaft.

Antworten auf häufige Fragen zum Thema Ernährung in der Schwangerschaft finden Sie auch bei frauenaerzte-im-netz.de und unter familienplanung.de.

Regelmäßige Bewegung

Sport ist in der Schwangerschaft nicht nur grundsätzlich erlaubt, sondern gut für die Gesundheit von Mutter und Kind. Regelmäßige Bewegung, vor allem an der frischen Luft, versorgt auch das Baby mit Sauerstoff und kann der Schwangeren bei Beschwerden wie Rücken- oder Kopfschmerzen, Stress und Kreislaufproblemen helfen.

Gefährliche Sportarten mit einer hohen Verletzungsgefahr sowie abrupten Stopps, zu heftigen Dehnungen und hohem Krafteinsatz, wie etwa manche Mannschafts- oder Kontaktsportarten sind in der Schwangerschaft ungeeignet. Ebenso darf kein Hochleistungssport betrieben werden, da die Gefahr der Überanstrengung der Schwangeren besteht, was sich evtl. negativ auf das Kind auswirken kann.

Skifahren, Reiten, Sprinten, aber auch Tennis, Squash, Inline-Skaten und Leichtathletik sind aufgrund der Bewegungen und der Sturzgefahr nicht empfehlenswert. Gut geeignet sind dagegen Sportarten wie Schwimmen, Aquafitness, Aqua Qi Gong oder auch Wandern, Walken, Joggen, Radfahren oder Yoga, Tanzen und natürlich (Schwangerschafts-) Gymnastik.

Weitere Informationen über Sport in der Schwangerschaft finden Sie auf familienplanung.de und auf der Seite der Deutschen Sporthochschule Köln.

Entspannen und Kraft tanken

Wie wichtig regelmäßige Ruhepausen für Körper und Seele sind, wird oft unterschätzt. Dies gilt in besonderem Maße für eine Schwangerschaft. Ihr Körper leistet enorm viel und neben Ihrem Alltag mit Beruf und Familie bleibt oft kaum mehr Zeit für Sie selbst. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich regelmäßige, wenn auch kurze Ruhephasen einrichten. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn Sie aufgrund der körperlichen Veränderungen nicht mehr so energiegeladen sind, wie vor der Schwangerschaft, und alles etwas langsamer geht.

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Ruhe und Entspannung sind kein Luxus, sondern Ihre persönliche Vorsorgemaßnahme für einen guten Schwangerschaftsverlauf.

Achten Sie unbedingt auf sich und haushalten Sie mit Ihren Kräften, gerade auch im Hinblick auf die anstrengenden Wochen nach der Geburt. Soweit möglich, vermeiden Sie Stress. Zuviel Stress in der Schwangerschaft schadet auch Ihrem Kind und kann unter anderem durch vorzeitige Wehen eine Frühgeburt auslösen.

Probieren Sie Entspannungstechniken aus und treiben Sie moderat Sport. Auch ein entspannendes Bad oder ein kleines Nickerchen bewirken oft viel. Auch Beschäftigungen, die einem Spaß machen, wirken entspannend.

Hilfreiche und umfangreiche Informationen zum Stress-Management sowie 45 Entspannungstechniken zum Ausprobieren bietet die Internetseite frauenaerzte-im-netz.de.

Wenn nötig: Hilfe holen

Fühlen Sie sich überfordert, belastet, unsicher oder wächst Ihnen alles über den Kopf:
Holen Sie sich rechtzeitig Hilfe.

Bitten Sie Ihren Partner, Verwandte und Freunde um Unterstützung. Lassen Sie sich professionell von einer Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen beraten oder vertrauen Sie sich Ihrer Hebamme an. Eine gesunde und entspannte Schwangerschaft ist eine wichtige Basis für eine gute Geburt und ein gesundes und zufriedenes Kind.

Einen guten Überblick über die einzelnen Bausteine für ein gesundes und ausgeglichenes Leben finden Sie auch auf der Internetseite frauenaerzte-im-netz.de.